BoD – Book on Demand / Print-on-Demand

Veröffentlicht von Vala Moon am

Es gibt viele verschiedene Wege um sein Buch zu
veröffentlichen. Einer davon ist Book on Demand. Die meisten werden davon
bereits gehört haben, sich jedoch nicht wirklich damit beschäftigt. Mir geht es
genauso und deshalb möchte ich euch heute verschiedene Portale für Book on
Demand vorstellen.
Zu allererst geht es darum, was ist Book on Demand
überhaupt?
Book on Demand basiert auf der Digitaldrucktechnik,
hierbei wird ein digitaler Datensatz erstellt, aus dem man unmittelbar nach der
Bestellung das Buch druckt. Es ist so möglich, ein einzelnes Buch zu drucken.
Durch dieses Verfahren bekommen besonders nicht-professionelle Autoren eine
Möglichkeit geboten, um ihr Buch kostengünstig selbst zu veröffentlichen.

Wichtig ist hierbei auch noch zu beachten, dass
BoD-Anbieter keinerlei Hilfeleistungen bei Layout, Korrektur oder Ähnlichem
bietet. Der Autor ist selbst dafür zuständig, dass sein „fertiges“ Buch für den
Anbieter auch wirklich fertig ist. Denn es wird genauso gedruckt, wie der Autor
es vorlegt. Für Fehler haftet sozusagen der Autor. Wie der Name „Book on Demand“ schon sagt, wird keine
bestimmte Auflage gedruckt, sondern erst dann, wenn ein Leser das Buch auch
wirklich bestellt.
Ein weiterer Punkt der bei Book on Demand auf den Autoren
zurückfällt ist das Marketing und der Vertrieb. Der Autor muss selbst Werbung
machen und das Buch möglichen Kunden vorstellen. Viele Anbieter vergeben
ISBN-Nummern und tragen die Bücher ins VLB (Verzeichnis lieferbarer Bücher)
ein. Damit endet aber auch schon die „Marketing“-Arbeit der BoD-Anbieter. Nun
liegt es am Autor, sein Werk zu vermarkten.
Hinter BoD steht die Idee, Ressourcen zu schonen und
vielleicht sogar zu schützen. Es werden nicht Unmengen von Büchern auf einmal
gedruckt, sondern nur genau so viel wie verlangt werden. Viele Kritiker sind jedoch der Meinung, BoD fördert eine
Überflutung des Marktes mit Werken, die auf herkömmlichem Wege keine Chance
gehabt hätten und so auch nicht zur Literatur zählen sollten.
Die Kosten beim BoD-Verfahren können je nach Anbieter
zwischen 400 und 1500 Euro bei einer Auflage zwischen 50 und 100 Büchern
liegen. Allein hier wird deutlich, dass das höhere Honorar auch mehr Leistung
vom Autor verlangt. Es wird schnell klar, dass BoD nur etwas für Autoren ist,
die bereit sind sehr viel mehr Arbeit in ihr Werk zu stecken als sie erwartet
haben und die Fähigkeit und Ausdauer besitzen ihr Buch so zu vermarkten, dass
es tatsächlich bekannt wird.
Sinnvoll ist es, sich den Internetauftritt der Anbieter
anzusehen. Wie sieht es mit der Kontaktaufnahme aus? Wie werden die Bücher auf
der Website präsentiert? Denn für BoD-Autoren ist das Internet die wichtigste und
hauptsächliche Vertriebsart. Bei vielen Anbietern gibt es die Möglichkeit Broschüren
oder Informationsmaterial zu bestellen. Manchmal reicht es auch, einfach eine
E-Mail zu schreiben. Wichtig ist es auch, auf eventuell zusätzliche Kosten zu
achten. Wie fast immer ist es besonders wichtig die Anbieter zu
vergleichen, um das beste Angebot herauszufiltern. Zum Schluss möchte sind hier noch ein paar BoD-Anbieter:
(1) Shaker Media
beschreibt sich selbst als innovatives Medienunternehmen, welches in enger Zusammenarbeit mit den Autoren Bücher und elektronische Publikation veröffentlicht und diese international über den Buchhandel und die eigenen Internet-Bookshops vertreibt. 
(2) Engelsdorfer Verlag
bezeichnet sich als herkömmlicher Verlag. Die Bücher werden sowohl im Haus mit Digitaldruck als auch außer Haus im Offsetdruck hergestellt. 
(3) Book on Demand
wollen den Autoren auf dem Weg der Veröffentlichung und bei der Vermarktung des Werkes unterstützen.
(4) Epubli
ist ein schnell wachsendes Jungunternehmen, das Autoren die Möglichkeit bietet ihre Bücher unabhängig zu veröffentlichen und weltweit zu verkaufen, sowohl gedruckt als auch als eBook.
Wie stehst du zum Thema BoD? Hast du vielleicht schon Erfahrungen mit einem der Portale gemacht?
Kategorien: Schreibnacht

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