Collective Notebook

Veröffentlicht von Vala Moon am

Die Collective-Notebook-Methode ist eine Variante des
Brainwritings. Viele von euch machen das sicher tagtäglich, in dem sie ihre
Ideen und Gedanken zu Geschichten aufschreiben. Im Gegensatz zu vielen anderen
Methoden ist diese hier allerdings auf einen längeren Zeitraum ausgelegt. Wenn
mehrere Personen zusammen daran arbeiten, sollte darauf geachtet werden, dass
es nicht zusammen am selben Ort und auch nicht zur selben Zeit stattfindet. Es
geht hauptsächlich darum das die Teilnehmer bzw. der Autor während eines
bestimmten, vorher festgelegten Zeitraumes ein Notizbuch mit sich trägt. Dieser
Zeitraum kann natürlich frei gewählt werden. Ziel ist es Ideen und Gedanken zum
Thema im Notizbuch zu notieren.  

Diese Methode ist sehr gut für längere Zeiträume
geeignet, da so der Zeitdruck sinkt. Die Gedanken und Ideen werden direkt zum
Zeitpunkt ihrer Entstehung notiert und können vielleicht sogar direkt weiter
verfolgt werden, um sie zu verbessern.
Einzige Voraussetzung für diese Methode sind genügend
Notizbücher und jemand der das Austeilen und Einsammeln der Bücher plant.
Auch der Ablauf ist ziemlich einfach. Es werden Personen
ausgewählt, die an dieser Runde teilnehmen. Das kann natürlich nur der Autor
sein oder eben auch mehrere Personen. Für euch ist es wahrscheinlich einfacher,
das alleine zu machen.
Der zweite Schritt das „präparieren“ der Notizbücher.
Darunter versteht man, dass die Problemstellung kurz und knapp beschrieben
wird. Als Autor kennt man natürlich sein Problem, der Plot oder die Figuren. Je
nachdem, was ihr schon vorher für eure Geschichte an Ideen gesammelt habt,
könnt ihr natürlich auch das in das Notizbuch schreiben, zum Beispiel
Charaktere, die bereits zum Großteil ausgearbeitet wurden oder bestimmte
Schauplätze. Vielleicht gibt es bereits bestimmte Szenen, die unbedingt darin
vorkommen müssen oder DIE eine Schlüsselszene, aus der sich die ganze
Geschichte entwickelt. All das könnt, oder sollt ihr sogar, in das Buch
schreiben.
Der zeitaufwendigste Teil dieser Methode ist es
natürlich, die Ideen alle zu sammeln und aufzuschreiben. Hierbei sollte man
darauf achten alles immer zeitnah einzutragen und sich nicht zu sehr auf eine
Richtung oder Idee zu versteifen. Sinn der ganzen Übung ist es so viele Ideen
und Ansätze wie möglich zu finden, um das Beste herauszuholen.
Nachdem die Frist abgelaufen ist, wird alles gesichtet
und sortiert. Solltet ihr zu mehreren gearbeitet haben, werden die Ideen
zusammengefasst, um gleiche oder zu ähnliche Gedanken nicht mehrfach in den
Basisvorschlägen zu haben.
Zuletzt wird aus den Vorschlägen das ausgewählt, was am
besten passt und gefällt. Das Lösungskonzept, in unserem Fall der Plot, wird so
mehr oder weniger gebastelt. Man kann sich während der Aneinanderreihung der
Ideen bereits Gedanken über die Verbindung der einzelnen Vorschläge machen.
Meiner Meinung nach der größte Vorteil dieser Technik ist
die stetige Weiterentwicklung der Ideen. Man hat sie immer im Hinterkopf und
die Wahrscheinlichkeit das dabei ein toller Lösungsansatz gefunden wird sehr
hoch.
Der größte Nachteil ist jedoch die Motivation, denn diese
kann wegen des relativ langen Zeitraums nachlassen oder sogar ganz
verschwinden. Jedoch sollt ihr euch davon nicht entmutigen lassen diese Technik
auszuprobieren.

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