12 sichere Methoden um Schreibblockaden zu überwinden

Veröffentlicht von Christina am

Einige sagen, es gibt sie nicht, andere kennen sie nur zu
gut. Die Schreibblockade.
Doch was steckt
dahinter und wie können wir sie ein für alle Mal besiegen?
Die erste Frage ist leicht beantwortet. Wenn wir etwas
fürchten, verkrampfen wir und können das Problem nicht mit einem klaren Kopf
angehen. Wir glauben, dass sich eine große Blockade vor uns aufgetan hat, die
unsere Selbstzweifel weckt und uns das Gefühl gibt, zu versagen.
Das bedeutet natürlich nicht, dass das Schreiben für jeden
von uns zum großen Schreckgespenst wird, aber anstatt sich der Blockade aus
Selbstzweifeln oder übertriebenem Perfektionismus zu stellen, setzen manche
lieber mit dem Schreiben aus und hoffen, dass sich ihr Problem irgendwann von
alleine löst.
Natürlich kannst du die
Situation aussitzen und darauf hoffen, dass dein Selbstvertrauen
zurückkehrt.  Manchmal ist es sogar gut
etwas Abstand, zu seinem Projekt zu gewinnen. Doch wie viele Tage, ja, sogar
Wochen bis Monate gehen dir dadurch verloren? Möchtest du dich wirklich von
einer Schreibblockade beherrschen lassen?
Glaub mir, sie ist es nicht wert, dass du dein Ziel, ein
Buch zu schreiben, aufgibst oder auf die lange Bank schiebst.  Schaff sie lieber ab. Am besten sofort.

 Schreiben ist selbstverständlich
Das Schreiben haben
wir alle in der Schule gelernt, aber es ist ein Unterschied, ob wir nur ein
paar Worte vor uns hin schreiben oder ein anspruchsvolles Romanprojekt angehen.
Da kann einem schon mal Angst und Bange werden, doch der eigentliche Prozess
des Schreibens, sollte dadurch nicht beeinträchtigt werden. Falls du dennoch
das Gefühl hast, keinen vernünftigen Satz zu Stande zu bringen, hilft dir
vielleicht eine Schreibübung, die sich nur auf ein bis zwei Sätze beschränkt.

Hast du einen Twitter Account?
Auf Twitter muss man sich kurz fassen. In ein paar Sätzen
kannst du ein Statement zu einem beliebigen Thema abgeben (das gleiche gilt
natürlich für alle anderen sozialen Netzwerke). Wenn deine Schreibblockade also
von existenzieller Natur ist, verordne dir selbst regelmäßig Kurznachrichten
auf  Twitter zu verfassen. Du wirst
sehen, dass du deinen Schreibmuskel damit nicht nur lockerst, sondern langsam wieder aufbaust. Achtung: lass dich von sozialen Netzwerken aber nicht zu sehr ablenken!

Schreibmuskel
trainieren. Regelmäßig  schreiben.
Wenn du das Schreiben als
selbstverständlich ansiehst, kannst du zum nächsten Schritt übergehen.
Regelmäßiges schreiben wird dir dabei helfen, deinen Schreibmuskel zu
trainieren und länger dabei zu bleiben. Das heißt, dass du nicht nur ein paar
Sätze schreibst, sondern mitunter in kurzer Zeit mehrere  hundert Wörter zu Papier bringst. Während
dieser Phase ist es entscheidend, dass du deinen inneren Kritiker komplett
ausschaltest. Ziel ist es nicht, einen perfekten Text zu schreiben, sondern
jeden Tag in den Schreibfluss zu kommen. Das ist wichtig, um überhaupt ein
Großprojekt, wie einen Roman, voran zu treiben. Wenn du jeden Tag nur drei
perfekte Sätze zu Stande bringst, wirst du dein Ziel schnell aus den Augen
verlieren. Es kostet zu viel Kraft und Zeit. Wenn du aber jeden Tag, ohne viel
zu überlegen, eine Seite schreibst, ist zwar nicht jeder Satz perfekt, dafür
wirst du merken,  dass dein Schreibstil
besser wird, je mehr du schreibst.
Finde dein Thema
Regelmäßiges Schreiben ist nicht dein Problem? Dann liegt es
vielleicht am Thema.
Jeder kennt es. Wenn man zu einem Thema
nichts zu sagen hat oder uninformiert ist, macht es keinen Spaß sich darüber zu
unterhalten oder gar darüber zu schreiben.
Du kannst es dir einfach machen und dir nur Themen
aussuchen, mit denen du dich wohlfühlst. Denn wenn du weißt, was du sagen
willst, musst du nicht lange überlegen und kannst direkt drauf losschreiben.
Schreibe über das, was dir auf dem Herzen liegt und die
Worte werden dir zufliegen.
Anders ist es, wenn dich ein Thema zwar interessiert, du
aber zu wenig darüber weißt. Auch das kann zu einer Blockade führen. Zum Glück
ist das eine Blockade, an der du nicht verzweifeln musst. Recherchieren mag für
manche lästig sein, aber es schafft 
Abhilfe.
Outliner oder
Discovery Writer?
Weißt du welcher Schreibtyp du bist? Gehörst du zu den
Outlinern, wirst du deine Geschichte 
genau planen, bevor du mit dem Schreiben loslegst. Bist du ein Discovery
Writer, schreibst du munter drauf los und entdeckst deine Geschichte Stück für
Stück. Letzteres birgt jedoch die Gefahr einer Schreibblockade, da du irgendwann
an einem Punkt angelangt bist, an dem du nicht mehr weiter weißt. Das kann
frustrierend sein, weil du eventuell 
deine ganze Geschichte umwerfen musst. Wenn du einem gut strukturierten
Plot folgst und auch die Kapitel planst, wird dir das nicht passieren.
Klein anfangen
Wenn dein Projekt so groß ist, dass du nicht weißt, wo du
anfangen sollst, teile es in kleine Stücke auf. Wenn du ganz klein anfangen
willst, notiere dir jeden Gedanken und schreibe dazu mindestens einen Satz.
Später verknüpfst du alles miteinander. So hast du nach einiger Zeit  genug Material um Charakterprofile zu
erstellen, Schauplätze zu beschreiben und sogar Vorlagen für einzelne Szenen,
die du später Kapiteln zuordnen kannst.
Spontan schreiben
Am besten ist eine feste Schreibzeit, auf die du dich
einstellen kannst, aber es schadet auch nicht, wenn du spontan auf deine
plötzliche Muse eingehst. Gerade wenn du häufig von einer Schreibblockade
geplagt wirst, solltest du diesen Moment nutzen und Schreiben. Das wird dir
einen Kick geben und deine Beziehung zum Schreiben verbessern. Ganz nach dem
Motto „Hey, ich kann es ja doch!“
Mehr lesen
Erinnerst du dich, was dein Grund war mit dem Schreiben zu
beginnen? Genau! Da gab es ein oder mehrere Bücher, die du so toll fandst, dass
du dir ebenfalls Geschichten ausdenken und aufschreiben wolltest. Daher finde
ich es nur folgerichtig, dass jemand der schreibt, auch viel liest, um
weiterhin inspiriert zu bleiben.
Pomodoro-Technik
Wie wäre es, wenn du dir den Wecker
stellst und genau nach Zeit schreibst? Die Pomodoro-Technik  eignet sich dafür hervorragend.  Zum Anfang schreibst du fünfundzwanzig
Minuten konsequent durch. Dann machst du fünf Minuten Pause, in denen du etwas
trinken oder kurz aus dem Fenster starren kannst. Danach geht es im gleichen
Rhythmus weiter.
Mutmacher und
Motivation
Viele Autoren haben mit Schreibblockaden zu kämpfen.
Darunter auch einige Berühmtheiten. Lies dir durch, was andere zu dem Thema sagen.
Du wirst in deren Worten nicht nur Trost, sondern auch denen einen oder anderen
Mutmacher finden.
Steh zu deinem Stil
Hör auf, über deinen Schreibstil zu
meckern und hör auf, dich permanent mit anderen Autoren zu vergleichen. Es ist
gut Vorbilder zu haben, aber wenn du individuell sein willst, musst du deine
eigene Stimme finden und dazu stehen.
Editieren
Wenn dir so gar nicht danach ist einen neuen Text zu
produzieren, nimm dir einen alten vor und editiere ihn. Schreibe einige Sätze
um und streiche andere raus. Einen Text zu überarbeiten ist einfacher als einen
neuen zu schreiben. Du hast bereits dein Gerüst und musst ihm nur noch den
Feinschliff verpassen. Hier kannst du deinen Perfektionismus ausleben.
10 Finger Tippen
Der beste Tipp, um nicht nur produktiver zu schreiben,
sondern auch Schreibblockaden auszumerzen, ist das Tippen mit zehn Fingern.
Jeder hat seine Methode, auf der Tastatur nach Buchstaben zu suchen, doch wenn
dir du in der Lage bist, blind zu tippen, können deine Augen auf dem Monitor
bleiben und du siehst direkt was du schreibst. Weil du dich nicht mehr auf das
Tippen konzentrieren musst, gehen wichtige Gedanken nicht mehr verloren.  Auch Tippfehler lassen mit der Zeit nach.
Es ist nicht einfach, sich diese Technik anzugewöhnen. Wenn
du einmal angefangen hast,  solltest du
dabei bleiben und nicht auf deine alte Methode zurückgreifen, um schnell eine
E-Mail  zu verfassen. 
 Mit diesem
kostenlosen Programm,  wirst du bei
regelmäßigem Üben, schnell Fortschritte erzielen:
Wie gehst du mit Schreibblockaden um? Hast du einen narrensicheren Tipp?
Wir freuen uns auf deinen Kommentar!

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