Du hast eine tolle Idee, aber keine Ahnung, wie du sie umsetzt?

Du hast eine tolle Idee, aber keine Ahnung, wie du sie umsetzt?

Warst du
schon einmal in der Situation, dass du einen sprichwörtlichen Gedankenblitz
hattest, und auf einmal eine hoch interessante Geschichte im Kopf hattest, von
der du sehr überzeugt bist und die du auf jeden Fall veröffentlichen willst?
Hast du dich dann mal hingesetzt, um mit dem Schreiben anzufangen und dich
gefragt, wie du dieses faszinierende Gehirn-„Gespinst“ in Worten formulierst
und zu Papier bringst?
Mir ist das schon einmal passiert.
Ich hatte eine gute Idee, habe viel recherchiert und mich sehr lange
informiert, aber selbst als ich alle vermeintlich wichtigen Informationen
zusammengetragen hatte, wusste ich nicht, wo ich anfangen soll. Warum ich das
erzähle? – Weil ich mir gut vorstellen kann, dass ich euch dieses Problem
anhand eines Beispiels besser erläutern kann.
Worüber mein Buch handeln sollte
Ich wollte ein Buch aus der Sicht eines schwer körperlich und vielleicht
auch geistig behinderten Menschen schreiben. Ich arbeite in einem Institut und
habe dort täglich mit solchen Menschen zu tun, rede mit ihnen und lerne sie
kennen. Als ich jedoch mit dem Schreiben beginnen wollte, wusste ich nicht im
Geringsten, wie ich das anstellen sollte.
Mögliche Probleme, die jemanden daran
hindern könnten, die Idee umzusetzen:
Zu Aller erst wäre da die Angst, etwas so großem nicht gewachsen zu sein. Ich
bin mir einfach nicht sicher, ob ich die Gefühle eines solchen Menschen
glaubhaft rüberbringe, ohne falsche Tatsachen vorzutäuschen, oder jemanden zu
verletzen. Ich will niemanden hintergehen und auch niemandem schlecht
nachreden, ich will einfach nur so authentisch wie möglich darüber berichten
und bin mir nicht sicher, ob ich das so herüber bringe, wie ich es meine. Ich
bin ja noch jung.
Die Unsicherheit, wo man ansetzen soll kann ebenfalls ein Grund dafür sein,
dass man seine Idee nicht umsetzen kann.
Die dritte Möglichkeit wäre die Vermutung, dass die Geschichte niemandem
gefallen könnte. Ich denke, dass sich früher oder später fast alle Autoren
einmal fragen, ob das Buch oder der Text überhaupt eine Leserschaft finden
wird.  Ich frage mich das beim Schreiben
sehr oft. Natürlich ist das nicht der Hauptgrund, warum ich manches nicht
umsetzen kann, aber es spielt im Hinterkopf schon eine Rolle.

TIPPS, WIE MAN ÜBER DIESE
ANFANGSPROBLEME HINWEG KOMMT:

Hilfe holen?
Wenn man wirklich an die Geschichte glaubt und sich ganz sicher ist, dass man
sie veröffentlichen muss, sollte man sich Hilfe holen. Man kann sich dazu mit
anderen Autoren zusammen tun, oder einer Person, der man Vertraut, einfach mal
erklären, was man vorhat. Diese könnten einem gut dabei helfen und auch Tipps
geben, wie man anfangen soll. Diese Personen sind ja schließlich potentielle
Leser!
Ausgiebige Recherche!
Auch beim Recherchieren kann man sich Hilfe holen. Sollte man vielleicht
sogar. Hierbei reicht es nämlich meistens nicht, nur das Internet zu beziehen.
Ihr solltet euch auch so wie ich bei meiner Geschichte euer Wissen aus Büchern
holen, oder tatsächlich mit eventuellen Betroffenen in Kontakt treten,
beziehungsweise mit Menschen, die euch bei eurer Recherche helfen können.
Es ist sogar besser, mehr als eine Person zu befragen, um nicht bevormundend zu
klingen. In Meinem Fall hieße das, ich sollte mit mehreren Menschen mit
Behinderung sprechen und nicht nur mit einer, ich darf ja nicht davon ausgehen,
dass die Gefühle dieser einen Person für alle anderen Betroffenen spricht.
Lieber etwas zu viel Zeit mit Recherche verbringen, als zu wenig, die
investierte Zeit lohnt sich auf jeden Fall!
Erst schreiben, dann ein Publikum
suchen!
Zum Punkto „wie das Buch bei den Lesern ankommt“, „ob es überhaupt jemand
liest“, „ob die Welt noch ein solches Buch braucht“. Solltet ihr euch solche
Fragen stellen, hört auf damit. Als Autoren seid ihr frei und an nichts
gebunden. Schreibt über das, was euch bewegt, interessiert, gefällt – darüber,
was ihr selber gerne lesen würdet. Erst wenn ihr fertig seid, geht es darum ein
Publikum für euer Werk zu finden.  

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