Vaires Messetagebuch: Samstag, der 14.

Vaires Messetagebuch: Samstag, der 14.

Tag zwei
startet für mich um 7.30 Uhr, denn ich möchte zeitig auf die Messe kommen, um
mir auch die abgelegenen Stände anzusehen. Da wären etwa die Hallen 6.0 und
6.1, wo sich internationale Verlage aus allen Ecken der Welt präsentieren.
Neuseeland, Australien, Indien, Thailand und vieles mehr findet sich dort, aber
auch größere Vertreter wie Harper Collins, die einen sehr futuristischen Stand
haben, der beeindruckt. Doch hier ist alles etwas gemütlicher als in den großen
Hallen rund um die deutschen großen Verlagshäuser in den Hallen 3.0 oder 3.1.

Heute
ist endlich Wochenende. Das bedeutet in Frankfurt, dass auch endlich Buchfans
aller Welt Zutritt haben, die nicht in irgendeiner Weise als Fachbesucher auf
die Messe kommen. So sieht man an allen Ecken Cosplayer, die sich wahnsinnige
Mühe mit ihren Kostümen gegeben haben. Besonders aufgefallen ist mir eine sehr
tolle Verkleidung einer jungen Dame als der Verrückte Hutmacher aus Disneys
Alice im Wunderland. Über das gesamte Gelände verteilen sich tausende Menschen,
die alle eines teilen: Die Liebe zu Büchern.

Das
Schöne an so einer Buchmesse ist auch, dass Fans ihren Idolen so nah wie sonst
nirgendwo kommen können. Da verwundert es nicht, dass mitten im Innenhof eine
meterlange Schlange sich auftut, als der Starautor Sebastian Fitzek zum
Signieren im Signierzelt auftritt – und zum Glück spielt das Wetter mit und es herrscht strahlender Sonnenschein. Aber auch in den Gängen staut es sich, wenn
ein Tad Williams am Stand von Klett Cotta für seine Fans sein aktuelles Buch
Die Hexenholzkrone signiert. Und wer die Augen offen hält, der kann Autoren an
den Ständen ihrer Verlage vorfinden. So kann man mal eben im Gang Jenny-Mai
Nuyen treffen und ein Schwätzchen mit ihr halten, während wieder andere sich
lieber den Lesungen im Lesezelt oder Konzerten auf der Open Stage widmen. Denn
die Buchmesse hat ihren Star in den Büchern gefunden, bietet aber auch darüber
hinaus eine wahnsinnige Vielfalt. Von Konzerten von Rockstars (Udo Lindenberg)
bis hin zu Poetry-Slam auf der ARD-Bühne findet jeder etwas für seinen
Geschmack.
Mein
Fazit ist: Es gibt so viel zu entdecken und viel zu wenig Zeit dafür! Ich habe
mir in den zwei Tagen ein paar Häppchen herausgesucht, aber ich glaube, nicht einmal
die Hälfte gesehen zu  haben, von allem,
was diese Messe geboten hat. Es war schön die Menschen aus der Branche sowie
die Fans zu treffen und die gemeinsame Leidenschaft Buch auszuleben. Und so
schwer der Abschied aus dieser Welt auch fällt, als ich meine Heimreise
antrete, ist doch eins klar: Nach der Messe ist vor der Messe. Im März geht es
schließlich schon wieder von vorne los. Dann aber in Leipzig!
Vaire

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