CampNaNoWriMo Peptalk #4

CampNaNoWriMo Peptalk #4

Die Zeit rennt und gleichzeitig ist es eine gefühlte Ewigkeit her, dass der April begonnen hat. Einerseits haben wir es bald geschafft und andererseits ist nur noch so wenig Zeit übrig, um das Ziel zu erreichen. Das heißt in der Regel auch, dass in den sozialen Medien schon viele vermeldet haben, dass sie ihr Ziel erreicht haben, die anfängliche freudige Aufregung und Motivation innerhalb der Autor*innen-Bubble sind verschwunden. Draußen scheint die Sonne und die Vögel zwitschern voller Motivation und Covid-19 hat die Welt noch immer fest im Griff. Aber das hält uns alles nicht vom Schreiben ab.

Nicht die Füße hoch legen!

Heute will ich mal nicht nur jene antreiben und motivieren, die noch mit ihrem Ziel zu kämpfen haben. Auch wenn du dein Ziel erreicht hast, solltest du jetzt nicht wieder den Schweinehund die Oberhand gewinnen lassen. In den letzten Wochen hast du dir hoffentlich eine Routine erarbeitet, um das Camp mit Bravour zu meistern. Jetzt heißt es, diese Routine zu bewahren und sie mit in die Zeit nach dem Camp zu nehmen. Covid-19 hat momentan sicher einen Einfluss auf deine Schreibzeit – ob positiv oder negativ, sei mal dahingestellt – und wenn wir zur Normalität zurückkehren, wird diese Routine auf die Probe gestellt werden. Umso wichtiger ist es, dass du sie jetzt, da du schon damit angefangen hast, ganz und gar verinnerlichst.

Ein Marathon, kein Sprint

Im letzten Absatz hast du dir vielleicht gedacht: in der Situation wäre ich jetzt auch gerne! Es ist keine Schande, wenn du dein Ziel noch nicht erreicht hast. Wenn es nicht in unerreichbarer Ferne ist, ist das sogar gut. Es bedeutet, dass du dich gut einschätzen kannst und dir kein Ziel gesetzt hast, das du zu schnell erreichst. Und es heißt, dass du deine Energie wohl gut aufgeteilt hast. Manche Autor*innen gehen das Camp an, indem sie die ersten beiden Wochen den Turbo einlegen, ihr Ziel erreichen und dann nichts mehr tun. Das Camp ist aber kein Sprint, es ist ein Marathon mit 30 Tagen im April. Es geht nicht darum, wie schnell du dein Ziel erreichst, maximal darum, dass du es erreicht. Aber du kannst auf jedes Wort, das du geschrieben hast, stolz sein.

Quelle: unsplash

Die letzten Male war ich der Meinung, auf Biegen und Brechen in maximal zwei Wochen 50.000 Wörter schreiben zu müssen. Die gute Nachricht ist: ich habe es geschafft. Die schlechte Nachricht: außerhalb des Camps und des NaNos habe ich nicht mehr geschrieben. Die Wochen und Monate danach war ich ausgebrannt, habe alles gehasst, was auch nur annähernd mit dem Schreiben zu tun hatte. Das Camp ist ein Ausnahmezustand, aber verbrenne nicht deine ganze Energie in diesem einen Monat.

Konzentriere dich auf dich

Ich weiß, es ist verlockend, zu schauen: was machen andere? Es kann dir ein gutes Gefühl geben, wenn du mehr geschafft hast. Es kann dich anspornen, wenn du eine*n bestimmte*n Autor*in einholen willst. Aber letztes Endes geht es nicht darum, wie viel die anderen geschrieben haben. Es geht um dich und deinen Wordcount. Um deine Geschichte, die mit jedem Buchstaben und jedem Wort weiter wächst.

Okay, ein Geständnis an dieser Stelle: ich liebe Wettkämpfe und bei unserer Foren-Aktion schaue ich jeden Tag, wer vor mir ist und wie hoch der Abstand ist. Umso besser weiß ich, wie destruktiv das sein kann. Versuch, die Motivation aus dir selbst heraus zu holen, statt deine Zeit mit Vergleichen zu vergeuden. Denn was hast du davon, wenn dein Umfeld nur 1.000 Wörter in 30 Tagen schreibt und du dafür ebenfalls nur 2.000 Wörter? Oder wenn dein Umfeld 70.000 Wörter schreibt, sind die 50.000 Wörter, die du schreibst, weniger wert? Der Vergleich kann Motivation sein, aber er sagt letzten Endes nichts über deine Leistung aus.

Durchhalten!

Es ist fast geschafft. Ich weiß, die Verlockungen außerhalb des Schreibtischs wachsen. Das warme Wetter lockt nach draußen und das Social Distancing schlägt uns wohl allen aufs Gemüt. Das ist in Ordnung. Wenn du kannst, dann mach einen Spaziergang – mit Abstand! – oder setz dich in den Garten/auf den Balkon, wenn du einen hast. Tanke ein bisschen Sonne, um wieder voller Energie an den Schreibtisch zurückkehren zu können.

Ich weiß, es ist hart, aber du kannst dein Ziel erreichen, wenn du willst. Halte durch und gibt zum Ende hin nochmal alles!

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