Rucksack packen für die Buchmesse – Überlebenstipps für Messegänger

Veröffentlicht von Lina Vindur am

In wenigen Tagen (genau ab dem 16.10.) ist es wieder so weit: Die größte Buchmesse Deutschlands findet in Frankfurt statt. Jedes Jahr laufen wieder hunderttausende Menschen durch die Hallen und schnuppern Buchduft (und andere, weniger angenehme Gerüche …).

Damit ihr gewappnet seid und im Anschluss nicht zwei Wochen Urlaub zum Erholen braucht, haben wir ein paar Tipps für euch gesammelt. Egal ob alte Hasen oder zum ersten Mal auf der Messe, mit diesem Leitfaden solltet ihr es schaffen vor lauter Vorfreude nichts zu vergessen.

Eure Vorbereitungen sind (hoffentlich) soweit abgeschlossen, eure Tickets gebucht und auf dem Smartphone oder ausgedruckt. Eine Hotel-/Hostel-/Airb’n’b-Reservierung bestätigt, die An- und Abreise nach Frankfurt geplant.

Habt ihr euch schon die App für die Messe heruntergeladen und/oder einen Blick in den Hallenplan geworfen? (Wenn nicht, folgt den Links.)
Unbedingt in den Kalender schreiben, solltet ihr euch das jährliche Schreibnacht-Treffen! Details dazu gibt es rechtzeitig im Forum.

Ziel
Habt ihr schon darüber nachgedacht, was euer Ziel auf der Messe ist? Möchtet ihr netzwerken, Veranstaltungen mitnehmen, möglichst viele Bücher signieren lassen, euch einfach nur berieseln und inspirieren lassen …? Es gibt viele Gründe auf eine Messe zu gehen.
Möchtet ihr netzwerken, empfiehlt es sich Visitenkarten dabei und seinen eigenen Pitch parat zu haben, denn man weiß nie, wem man begegnet. Seid ihr Selfpublisher oder auf dem Weg dahin, solltet ihr Zeit für die Selfpublisher-Area auf der Messe einplanen. Sucht ihr nach Inspiration, braucht ihr unbedingt genügend Zeit zum Schlendern und Cover bestaunen.
Wenn ihr euch bewusst macht, was eure Erwartungen sind, könnt ihr besser beurteilen, ob die Messe für euch erfolgreich war. Gleichzeitig droht man nicht mit dem ganzen Trubel überfordert zu sein. Es lohnen sich also ein paar Gedanken vorab.

Anreise/Parken
Alle Eintrittskarten mit RMV-Logo (Achtung! Erst nachsehen!) gelten auch für den Öffentlichen Nahverkehr (S-Bahn, U-Bahn, Tram, Bus). Wer ein Ticket lösen muss, findet an jedem Bahnsteig mintgrüne Automaten. Vorsicht: In den Zügen können keine Tickets mehr gekauft werden!
Wer mit dem PKW anreist, sollte sich vorab einen Parkplatz suchen, denn die Möglichkeiten nahe der Messe sind beschränkt. Es gibt aber einen kostenlosen Shuttleservice vom Rebstock-Parkhaus.

Kleidung
Generell empfiehlt sich für Messebesuche der Zwiebellook. Das gilt für Frankfurt ganz besonders, denn die Temperaturen schwanken stark.
Die persönliche Empfindung von zu kalt und zu warm ist zwar sehr individuell, aber als gute Faustformel gilt: Bequemes T-Shirt, leichte (Strick-)Jacke zum schnellen Überziehen, ein Schal/Tuch gegen den Zug, eine wärmere Jacke entsprechend der Außentemperaturen (ggf. an der Garderobe überlassen).
Tragt Kleidung in der ihr euch wohlfühlt und die ihr nicht ständig zurechtzuppeln müsst, wenn ihr angerempelt werdet.

Ein absolutes Muss sind bequeme Schuhe! Ihr solltet sie ohne Schmerzen und lange tragen können, die Optik ist hier zweitrangig. Solltet ihr Termine haben oder aus anderen Gründen schicke (aber nicht messetaugliche) Schuhe benötigen, so packt diese ein und deponiert sie wenn möglich an der Garderobe. So habt ihr sie parat und schont den Großteil der Zeit trotzdem eure Füße.

Tasche
Ohne eine Tasche wird wohl kaum jemand auf die Messe fahren. Wählt auch hier nicht nach der Optik, sondern der Bequemlichkeit. Ihr werdet sie den ganzen Tag tragen. Optimal ist ein Rucksack, der neben euren mitgebrachten Dingen noch ein wenig Spielraum für Gesammeltes bietet. Wenn es eine Umhängetasche “sein muss”, achtet auf breite Träger, die nicht einschneiden. Auch eine vermeintlich kleine Tasche kann auf die Dauer schwer werden.

Verpflegung
Die Preise auf der Messe sind unglaublich hoch und schnell hat man hier mehr bezahlt, als man wollte. Nehmt daher unbedingt etwas mit, es ist schließlich erlaubt. Aber übertreibt auch nicht, denn es muss getragen werden.
Eine Wasserflasche die ihr bei Bedarf auffüllen könnt, etwas Obst (Äpfel z.B.) und vielleicht ein Sandwich oder ein paar Kekse genügen meistens.
Wenn ihr eine Dauerkarte habt, dürft ihr das Messegelände auch verlassen und beliebig oft wieder betreten. Wenn euch also der große Hunger plagt: Etwa 3 Gehminuten von der Messe entfernt ist das Skyline Plaza, ein großes Einkaufszentrum in dem ihr genügend Verpflegung finden solltet.

Pausen
Die könnt ihr euch nicht in die Tasche stecken, sehr wohl aber darauf achten, dass ihr sie nicht vergesst! Pausen sind wichtig, geht an die frische Luft, nehmt euch bewusst eine halbe Stunde zum Essen, ruht eure Füße und euren Kopf aus. Ihr könnt nicht jede Veranstaltung mitnehmen, nicht überall gleichzeitig sein. Also könnt ihr genauso gut bewusst auf die Pause-Taste drücken.

Mitgebsel und Bücher
Seit diesem Jahr können Bücher nicht nur Sonntags, sondern auch Samstags gekauft werden. Aber denkt daran, was ihr kauft, müsst ihr den ganzen Tag mit euch herumtragen! Durch die deutsche Buchpreisbindung ist es egal, ob ihr die Bücher vor Ort erwerbt oder im lokalen Buchhandel, wenn ihr wieder zu Hause seid. Macht euch Fotos von den Büchern die euch interessieren oder nehmt Lesezeichen etc. mit, so spart ihr euch das Tragen. Habt ihr die Möglichkeit, euch das Buch gleich vor Ort signieren zu lassen? Dann los.
Mit den Mitgebseln verhält es sich ähnlich. Nehmt nicht jede Tüte, die euch in die Hand gedrückt wird, wählt aus was euch interessiert.

Was ihr sonst noch einpacken solltet:

  • Blasenpflaster, Kopfschmerztabletten, Taschentücher (selbsterklärend).
  • Müsst ihr regelmäßig Medikamente einnehmen? Vergesst sie nicht! Stellt euch einen Handywecker, damit es im Messetrubel nicht vergessen geht!
  • Powerbank fürs Handy. Und vergesst das Kabel nicht!
  • Notizbuch und Stift (mit Ersatz) oder Notizapp/genügend Speicher im Handy für all die Dinge, Namen, Informationen die ihr euch merken wollt.
  • Visitenkarten, falls ihr die Messe fürs Netzwerken nutzen möchtet und welche habt.

Nach der Messe ist vor der Messe:
Auch wenn ihr Abends müde seid, notiert was euch im Kopf herumschwirrt. Habt ihr Visitenkarten eingesammelt? Schreibt auf die Rückseite ein paar Stichpunkte zur Person, damit ihr euch besser erinnern könnt. Habt ihr viele Tüten / Goodies / Flyer etc. mitgenommen? Sortiert gleich aus, was für euch wertvoll ist, denn oft nimmt man mehr mit als man braucht.

Mit diesen Hinweisen sollte euer Messetag erfolgreich und trotzdem entspannt verlaufen. Und denkt dran, wenn ihr etwas verpasst: Die nächste Messe kommt schon in wenigen Monaten. In diesem Sinne: Viel Spaß!

Für alle, die dieses Jahr nicht auf die Frankfurter Buchmesse fahren können: Schreibt uns in den Kommentaren oder im Forum, ob ihr das Wochenende trotzdem mit buchigen Themen verbringt. Und schaut weiter ins Magazin, es folgt noch ein besonderer Artikel für euch.


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